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23. Juni 2021
Der Verkehr rund um den Bahnhof Sursee soll neu gelenkt werden. Der Stadtrat von Sursee will dazu einen neuen Bushof und eine unterirdische Velostation bauen sowie den Bahnhofplatz aufwerten. Damit er über die Projektgenehmigung und den Botschaftsentwurf zum Sonderkredit beschliessen kann, braucht es aber noch weitere Abklärungen. Aus diesem Grund kommt das Geschäft ein halbes Jahr später als geplant im Frühling 2022 an die Gemeindeversammlung und an die Urne.

Der heutige Bushof stösst in den Stosszeiten an seine Kapazitätsgrenzen. Der Stadtrat von Sursee will deshalb den Verkehr rund um den Bahnhof neu lenken. Im Zentrum steht der Bau eines zukunftsweisenden und behindertengerechten Bushofs, der ein effizientes Ein- und Aussteigen der Reisenden ermöglicht. In den vergangenen Jahren liess er dazu ein umfassendes und breit abgestütztes Projekt erarbeiten. Dieses sieht neben einem effizienten neuen Bushof, die Aufwertung des Bahnhofplatzes sowie eine unterirdische Velostation für 1000 Fahrräder vor. So lässt sich der Bahnhof in Zukunft einfach, schnell und wenn immer möglich emissionslos erreichen. Das Projekt ist auf die möglichen Ausbaupläne der SBB abgestimmt. Es wurde Mitte Juni 2020 öffentlich aufgelegt. Innerhalb der Auflagefrist sind mehrere Einsprachen eingegangen.

Verschiebung des Fahrplans um ein halbes Jahr
In den letzten Wochen stellte sich heraus, dass der Zeitplan für die verschiedenen Abklärungen, Gespräche und die Erarbeitung der Berichte und Botschaften zu knapp bemessen war. Der Stadtrat von Sursee hat deshalb entschieden, den Fahrplan des Projektes um ein halbes Jahr nach hinten zu verschieben. «Die Einsprache- und Landerwerbsverhandlungen benötigen mehr Zeit als ursprünglich eingeplant. Ausserdem müssen dem Kanton im Rahmen der Vorprüfung zusätzliche Nachweise erbracht werden», sagt Bauvorsteher Romeo Venetz. Für die Erarbeitung des Berichts und Antrags zum Baukredit braucht es zudem die definitiven Zusicherungen für die Finanzierungsbeiträge von Gemeinden, Kanton und SBB. Romeo Venetz ergänzt: «Zu Gunsten der aus Süden ankommenden Velofahrer wird das Projekt zudem neu mit einer moderneren, oberirdischen Veloparkieranlage erweitert, was zusätzliche Abklärungen notwendig macht». Der politische Prozess verzögert sich deshalb um rund ein halbes Jahr. Das Geschäft kommt daher nicht wie geplant bereits in diesem Herbst, sondern erst im Frühling 2022 an die Gemeindeversammlung und an die Urne. Der Baubeginn für die drei Teilprojekte soll hingegen wie ursprünglich geplant Ende 2022 erfolgen.

Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs
Der neue Bushof ermöglicht die Neugestaltung des Bahnhofplatzes und damit verbunden die Neuorganisation der Verkehrsflüsse. Die Stadt Sursee stärkt damit ihre Rolle als Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs und als regionales Zentrum. Davon sind auch die SBB und die Nachbargemeinden überzeugt. Sie alle haben die Absicht geäussert, sich an den Kosten der Velostation zu beteiligen. Auch der Kanton Luzern hat den Handlungsbedarf erkannt und wird sich – neben der Mitfinanzierung der Velostation – zusätzlich mit einem namhaften Betrag am Gesamtprojekt beteiligen. In den nächsten Wochen wird die Stadt Sursee die Gespräche und Verhandlungen mit den Partnern weiterführen. Diese zusätzlichen Abklärungen und Gespräche lohnen sich aus Sicht des Stadtrats: «Wir sind überzeugt, mit diesem Projekt eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung des Bahnhofareals und des Verkehrs in der ganzen Region zu ermöglichen», erklärt Romeo Venetz weiter.

Kontaktperson:
Romeo Venetz, Bauvorsteher
Centralstrasse 9, 6210 Sursee
romeo.venetz@stadtsursee.ch
Telefon 041 926 91 47

Das Projekt Bushof und die Aufwertung des Bahnhofplatzes kommen ein halbes Jahr später im Frühling 2022 an die Urne