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Gansabhauet


Gansabhauet
Die Ursprünge der traditionellen Gansabhauet, die jeweils am Martinstag vor dem Surseer Rathaus über die Bühne geht, sind noch immer im Dunkeln. Bekannt ist lediglich, dass der Brauch um 1820 aus Sursee verschwand, aber bereits 43 Jahre später wieder zum Leben erweckt worden ist. Wie der Name schon erahnen lässt, geht es bei der Gansabhauet darum, den Hals der leblosen Gans mit einem Säbelhieb zu durchtrennen. Ob der traditionelle Anlass auf die mittelalterlichen Zehntenabgaben an die Klöster Muri, St. Urban und Einsiedeln am Martinitag zurück geht, ist historisch nicht ausreichend belegt. Sicher ist, dass ähnliche Bräuche um das wertvolle Tier Gans früher in ganz Europa verbreitet waren. Sicher ist vor allem, dass sich auch dieses Jahr am 11. November wieder zahlreiche Schaulustige vom archaischen Brauch in den Bann ziehen lassen werden. Gekleidet in einen roten Umhang, bewaffnet mit einem stumpfen Dragonersäbel, die Augen hinter der goldenen Sonnenmaske verbunden, versuchen die jungen Frauen und Männer das Federvieh mit einem einzigen Hieb herunterzuschlagen. Wem das Kunststück gelingt, dem winkt neben Ruhm und Ehre auch ein leckeres Festmahl. Der erfolgreiche Schläger – bis jetzt ist noch keiner Frau der entscheidende Schlag geglückt – darf die Gans mit nach Hause nehmen. Preis der Gansabhauet war früher und ist auch heute noch die Gans.

Begleitet von Pauken- und Trommelschlägen ziehen die Organisatoren, der Stadtrat, die Zunft „Heini von Uri“ und die geladenen Gäste um 15 Uhr zum Festplatz. Um 15.15 Uhr darf der erste Schläger – nach einem Glas Wein und einigen Drehungen um die eigene Achse – sein Glück versuchen. Zwischen den einzelnen Schlägen können sich die Kinder beim „Stangechlädere“ ein Geschenk sichern, beim „Sackgompe“ gegeneinander antreten oder sich beim „Chäszänne“ mit einer möglichst verrückten Grimasse ein Stück Käse verdienen. Für eine besondere Atmosphäre in der Surseer Altstadt sorgen am frühen Abend die Kinder mit ihren „Räbeliechtli“. Der Lichterumzug startet um 17.15 Uhr beim Untertor mit einer Geschichte für Gross und Klein und führt danach durch die autofreie und verdunkelte Altstadt zum AltersZentrum St. Martin.

Programm Gansabhauet Montag 11. November 2013

vor 11.00Wer sich als Schläger beteiligen will, muss sich bis 11.00 Uhr bei der Stadtverwaltung Sursee (Telefon 041 926 90 00) anmelden.
13.00ffDie Surseer Altstadt Sursee wird ab 13.00 für den Verkehr gesperrt
14.00Presseorientierung in der Gastwirtschaft „Sust“ im Rathaus.
14.00ffDie Gastwirtschaft „Sust“ im Rathaus ist von 14.00 bis 17.30 geöffnet.
14.30Die Reihenfolge der Schlägerinnen und Schläger wird vor der Zunftstube beim Diebenturm ausgelost. Die Schlägerinnen und Schläger müssen persönlich anwesend sein.
15.00Der Stadtrat und seine Gäste, die Mitglieder der Zunft „Heini von Uri“ und ihre Gäste ziehen mit Trommelklang vor das Rathaus.
15.15Beginn der „Gansabhauet“ vor dem Rathaus.
15.15ffIn den Pausen zwischen der „Gansabhauet“ dürfen Kinder sich in den traditionellen Spielen „Stangechlädere“, „Sackgompe“ und „Chäszänne“ versuchen. Die Teilnahme an diesen Attraktionen wird ausgelost. Lose können am Marktstand auf dem Platz vor dem Rathaus bezogen werden.
17.15ffDer „Räbeliechtliechtliumzug“ für die Kinder, organisiert vom „Spatzentreff Sursee und Umgebung“, führt vom Untertor durch die verdunkelte Altstadt und zum Alterszentrum St. Martin. 17.15 wird beim Untertor den Kindern vor dem Umzug eine Geschichte vorgetragen. Nach dem Umzug offeriert das AltersZentrum allen Kindern Tee, Wienerli und Brot.


Bilder zur Gansabhauet

Dokumentation zum Gansabhauet

Anreise
 
Prospekt zur Gansabhauet Prospekt_Sursee_Gansabhauet.pdf (1362.1 kB)